Kampos Ebene
Südlich von Chios-Stadt erstreckt sich die fruchtbare Kampos-Ebene auf einer Länge von ca. 6 km und einer Breite von etwa 2 km zwischen Meer und Bergen. Schon die Genuesen erkannten im Mittelalter die Fruchtbarkeit dieser Landschaft und pflanzten hier riesige Zitrusplantagen und bauten Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht an. Zum Schutz vor den starken Winden errichteten sie um die Plantagen hohe Natursteinmauern hinter denen sich majestätische Herrenhäuser, die „Archontika“, versteckten.
Heute noch sind viele dieser monumentalen Villen erhalten oder wurden wieder aufgebaut. Einige wurden in komfortable Hotels und Landhäuser für zahlende Gäste umgebaut.
Erhalten geblieben sind die Stilelemente der genuesischen Villenarchitektur, wie z. B. die ein-drucksvollen Freitreppen, die schattigen kiesel-gepflasterten Innenhöfe, die mit Säulen dekorierten Zisternen und die Schöpfbrunnen.
Zwischen den Landgütern ziehen sich Hunderte von Gassen und kleinen verwinkelten Gässchen und laden ein zum Entdecken, Staunen und Foto-grafieren.
Der Kampos ist einzigartig in Griechenland und hat sich bis in die heutige Zeit seine eigene, charakteristische Identität bewahrt.
Besonders gut lässt sich der Kampos zu Fuß oder mit dem Fahrrad, auch von ungeübten Radfahrern, erkunden.
Die Entfernung zum Sandstrand von Karfas beträgt vier km. Das nächste Dorf (Thymiana) ist zwei km entfernt, zur Inselhauptstadt sind es sechs km. Es verkehren öffentliche Busse nach Chios-Stadt.
Vom Standort Kampos aus lässt sich schnell der südliche Inselteil mit seinen mittelalterlichen Mastixdörfern Pirgi und Mesta entdecken.


